Förderung

Zielsetzungen bei der Förderung der Kinder

 

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und wird von uns mit all seinen Stärken und Schwächen angenommen. Bedürfnisse, Interessen und Rechte der einzelnen Kinder werden ernst genommen und weitgehend berücksichtigt. Dabei steht der Spaß am spielerischen Lernen immer im Vordergrund.  Kinder, Eltern und Erziehern haben so die Möglichkeit, voneinander zu lernen und miteinander zu leben.

Partizipation

Die Kinder werden in verständlicher, altersgerechter Sprache innerhalb ihrer Kompetenzen mit Unterstützung des Teams an den Themen beteiligt.
Wir ermuntern die jungen Menschen, gemeinsam mit den anderen Kindern und uns Erwachsenen in einen Dialog zu treten. Wir geben ihnen Freiraum, um demokratisches Denken und Handeln zu erlernen, indem sie sich eine Meinung bilden können, ernst genommen werden und Wünsche und Kritik äußern dürfen. Anschließend werden diese Ergebnisse in den Alltag eingebaut. Dies geschieht z.B. bei der Auswahl von Angeboten, der Wahl des Spielortes, bei der Selbstbestimmung beim Essen, in offenen Gesprächskreisen, bei der Gestaltung des Geburtstages etc.

Persönlichkeitsentwicklung

Die Förderung von Selbstorganisation, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein, sowie das Aufbauen von Frustrationstoleranz ist für uns ein wesentliches Ziel, damit die Kinder gestärkt in den nächsten Lebensabschnitt starten können. Durch die freie Frühstückssituation, beim Tischdecken, die Verwaltung des mitgebrachten Spielzeuges, beim Anziehen sowie bei Schuki-Projekten fördern wir die EIGENSTÄNDIGKEIT UND SELBSTORGANISATION der Kinder. Wir stärken ihr SELBSTBEWUSSTSEIN, indem sie sich in der Darstellung vor Großgruppen üben können. Wir geben ihnen Raum für ihre Meinungsfreiheit, nehmen ihre Ideen auf und  schätzen die Fähigkeiten des einzelnen Kindes.

Soziales Miteinander

Die Kinder sollen einen positiven sozialen Umgang erlernen, damit es jedem Einzelnen in der Gruppe gut geht. Das gegenseitige HELFEN, die RÜCKSICHTNAHME auf andere und ein RESPEKTvoller Umgang sind unerlässlich, um als Gruppe zu funktionieren. Die Kinder sollen ihre Fähigkeit, Gefühle zu äußern, üben, und lernen, auf Bedürfnisse und Wünsche anderer Kinder angemessen zu reagieren.

Sprache

Sprechen ist das Ergebnis einer positiven Gesamtentwicklung und eines unserer wichtigsten Kommunikationsmittel. Kinder lernen Sprechen in einer sprechenden Umgebung. Dabei kommt es in erster Linie auf die gute Interaktion zwischen Sprechendem und Hörendem an. Jedes Kind unterscheidet sich in seiner verbalen Entwicklung und muss individuell gesehen und gefördert werden. Unser Kitaalltag bietet viele Situationen, um mit den Kindern Gespräche zu führen, z.B. beim Mittagessen oder in der Ruhephase nach den Mahlzeiten. Als Gruppenaktivitäten im Stuhlkreis oder in den vielen anderen Kleingruppen, z.B. Schukigruppe, bieten sich Möglichkeiten, den Kindern gezielt zuzuhören und selber als gutes sprachliches Vorbild zu agieren. Neben der schon beschriebenen, alltäglichen Sprachförderung finden alle zwei Wochen Kleingruppen statt, in denen die Kinder spielerisch mundmotorische Übungen kennenlernen. Des weiteren kommen Spiele zur Erweiterung des Wortschatzes, zu Sprachmelodie ( Prosodie ) und zur Grammatik zum Einsatz. Die Gruppe der Kinder wird nach individueller Problematik zusammengestellt. Die Vorschulkinder nehmen am Würzburger Trainingsprogramm Hören, lauschen, lernen teil. Hinter diesem Programm verbergen sich Sprachspiele für Kinder im Vorschulalter. Es dient zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache. Das Ziel des Trainingsprogramms zur phonologischen Bewusstheit ( Phon = Laut im Bild ) ist, dem Kind einen Einblick  in die Struktur der gesprochenen Sprache zu verschaffen. 

Motorik / Bewegung

Das Reifen der Sinne und das Entwickeln von Bewegungsmustern sind besonders wichtig für gelingende Bildungsprozesse und stellen eine elementare Voraussetzung für die Gesundheit dar. Bei unseren Bewegungsangeboten im Freispiel und in den angeleiteten Turnangeboten steht die Förderung der GROB- UND FEINMOTORIK im Mittelpunkt. Vielfältige Sinneswahrnehmungen ermöglichen den Kindern ein gutes GLEICHGEWICHTSEMPFINDEN und ein klares KÖRPERGEFÜHL zu entwickeln. Dieses ist Voraussetzung für ein gesundes SELBSTWERTGEFÜHL. In allen Bewegungsangeboten soll besonders die FREUDE AN DER BEWEGUNG entdeckt und erhalten werden.

Natur und Umwelt

Durch Ausflüge in die umliegenden Wälder und Parks bringen wir die Kinder zu einem VERANTWORTUNGSVOLLEN UMGANG mit der Natur. Sie werden sensibilisiert, alles Lebende in seinem Lebensraum zu RESPEKTieren. Während der jährlichen Waldtage nutzen wir die örtlichen Gegebenheiten, um unsere wöchentlichen Aktivitäten mit der Natur in Einklang zu bringen. Die verschiedenen Lebensräume geben uns viele außergewöhnliche Reize, um die Sinne der Kinder herauszufordern. Auch im Lebensraum Kita wird der WISSENsdurst der Kinder an der Natur und Umwelt aufgenommen, sei es bei Sachthemen oder bei spontanen Funden auf dem Kitagelände. Die ERHALTUNG der Umwelt steht nicht nur bei Projekten im Mittelpunkt, sondern ist auch im Alltag, z.B. bei der Mülltrennung, bei Verpackungen etc., im Bewusstsein der Kinder.

Kreativität

Die Kita ist ein Ort des KREATIVEN ERLEBENS. Wir verzichten auf vorgefertigte Schablonenarbeit, sondern stellen den Kindern vielfältige Materialien zur Verfügung. In angeleiteten Aktivitäten erleben die Kinder unterschiedliche Gestaltungstechniken und entwickeln eigene kreative Lösungen. Das freie Arbeiten mit Scheren, Prickelnadeln, Stiften und Klebstoff fördert die FEINMOTORISCHEN und GRAPHOMOTORISCHEN Fähigkeiten. Wir versuchen den Kindern genügend Raum für das AUSLEBEN und AUSPROBIEREN der kreativen Gedanken zu geben. Unsere Wertschätzung ihrer Arbeiten im Anschluss gibt den Kindern ein großes SELBSTWERTGEFÜHL und MOTIVATION für weiteres Tun.

Medien

Neue Medien machen auch vor der Kita-Tür nicht halt. Nicht gewusst ist schnell gegoogelt, das Foto kann direkt bestaunt werden und Bücher lesen sich selbst vor. Dennoch ist es uns ein Anliegen, Altbewährtes nicht aus den Augen zu verlieren. Das Stöbern im Lexikon gehört ebenso zu unserem Alltag wie das Vorlesen von Büchern, das Hören eines Hörspieles/Musik-CDs und das Spielen von Gesellschaftsspielen…und das völlig analog. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung der Eltern, auch zu Hause einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien zu haben.

Musikalische Früherziehung

Musik hat einen hohen Stellenwert und ist in unserem Alltag an vielen Stellen zu finden, z.B.  beim Singen von Liedern mit gleichzeitig ausgeführten Bewegungen, im morgendlichen Stuhlkreisen, bei den Bewegungsspielen, bei Tischsprüchen und Tänzen etc.  Erste Berührungspunkte mit Instrumenten erleben die Kinder durch den Einsatz Orffscher Instrumente und die Liedbegleitung mit der Gitarre durch eine Erzieherin. Die Kinder haben die Möglichkeit, Musikstücke verschiedener Stilrichtungen und Lieder und Rhythmen aus fremden Ländern  anzuhören und in Bewegung umzusetzen. Sie lernen durch Bewegung sowie den Einsatz von Musik bei Entspannungsübungen Musikstücke mit unterschiedlicher Dynamik und verschiedenen Charakteren kennen.

Entspannung

Im modernen Alltag spüren viele Kinder bereits Freizeitstress, Leistungsdruck und Reizüberflutung. Um immer ins Gleichgewicht zurück zu finden, ist ein gelassenes Umfeld wichtig. Verschiedene Entspannungstechniken, wie z.B. Kinderyoga, Rückenwahrnehmungsspiele, Muskelentspannung oder Fantasiereisen, nutzen wir als Möglichkeit, die „innere Ruhe“ zu finden. Entspannung stärkt die Fähigkeit, sich auf einzelne Wahrnehmungen zu konzentrieren und lässt Raum, um Gefühle, Kreativität und Gedanken zu sammeln und zu erleben. Die Kinder sollen sich gut spüren, um von äußeren Reizen nicht so schnell abgelenkt zu werden. Wer sich entspannen und konzentrieren kann, ist ausgeglichener und lernt leichter.